Elektroinstallationen und entsprechende Anlagen müssen gegen Überspannungsschäden geschützt werden. Solche Schäden können bspw. durch atmosphärische Einflüsse entstehen, die über das Stromversorgungsnetz übertragen werden und infolge von Schaltvorgängen auftreten.

 


Mögliche Überspannungsfolgen im Fokus

Seit Oktober 2016 sind Änderungen folgender Normen in Kraft: VDE 0100-443 und VDE 0100-534. Eine wesentliche Neuerung betrifft die Definition, wann Überspannungsschutz zu installieren ist. Dies ist der Fall, wenn Überspannungen sich auswirken können auf:

  • Menschenleben, z. B. Anlagen für Sicherheitszwecke, medizinische Bereiche;
  • Öffentliche Einrichtungen und Kulturbesitz, z. B. Ausfall von öffentlichen Diensten, Telekommunikationszentren, Museen;
  • Gewerbe- oder Industrieaktivitäten, z. B. Hotels, Banken, Industriebetriebe, Gewerbemärkte, landwirtschaftliche Betriebe;
  • Ansammlungen von Personen, z. B. große Wohngebäude, Büros, Schulen, Kirchen;
  • Einzelpersonen z. B. in Wohngebäuden und kleinen Büros, wenn in diesen Gebäuden Betriebsmittel der Überspannungskategorie I oder II errichtet sind.

In der Installationsnorm DIN VDE 0100-534 sind Details zur Auswahl und Installation der Überspannungsschutzgeräte beschrieben. „Allerdings hat hierfür der Gesetzgeber bis zum 14. Dezember 2018 eine Übergangsfrist eingeräumt", sagt Stephan Böwe, Risk Engineer bei HDI Risk Consulting.

 

Stand der Informationen: September 2017