Seit Inkrafttreten der neuen „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten" am 1. Oktober 2017 gelten für Drohnen-Besitzer neue Vorschriften. Vor diesem Hintergrund hat der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sieben „goldene Regeln" aufgestellt, die sich Drohnen-Piloten zu eigen machen sollten.


Sieben „goldene Regeln“ für Drohnen-Piloten

1

Drohnen ab 250 Gramm kennzeichnen

Flugmodelle, die schwerer sind als 250 Gramm, müssen mit dem Namen und der Adresse des Halters gekennzeichnet sein. Im Schadenfall könne der Drohnen-Besitzer schneller ermittelt werden. Die feuerfeste Kennzeichnung muss fest mit dem Flugmodell verbunden sein, bspw. durch Plaketten oder Aluminium-Aufkleber.

2

Bei Drohnen ab zwei Kilogramm Kenntnisse nachweisen

Halter von Drohnen mit einem Gewicht von mehr als zwei Kilogramm benötigen einen Kenntnisnachweis. Für diesen „Drohnen-Führerschein" reicht eine Pilotenlizenz aus. Alternativ kann der Drohnen-Pilot eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Prüfung ablegen. Ausnahmeregelung: Auf Modellflugplätzen ist kein Kenntnisnachweis notwendig.

3

Drohne stets im Auge behalten

Flugmodelle dürfen nicht außerhalb der Sichtweite geflogen werden. So könne der Drohnen-Pilot sein Fluggerät besser unter Kontrolle behalten.

4

Drohnen dürfen nicht höher als 100 Meter fliegen

Für die unbemannten Fluggeräte gilt eine maximale Aufstiegshöhe von hundert Metern. Ausnahmeregelung: Die Flugmodelle werden auf Flugplätzen mit entsprechender Aufstiegserlaubnis geflogen bzw. der Drohnen-Pilot ist Luftfahrzeugführer oder verfügt über einen Kenntnisnachweis (siehe 2. Regel).

5

Flugverbotszonen beachten

Der Pilot darf seine Drohne nicht über größere Menschenansammlungen, An- und Abflugbereiche von Flughäfen, Unglücksorte, Katastrophengebiete und Einsatzorte der Polizei fliegen lassen. Gleiches gilt für Bundes- und Länderbehörden, Gefängnisse, militärische bzw. industrielle Anlagen, Krankenhäuser, Autobahnen und Bahnanlagen sowie Naturschutzgebiete.

6

Privatsphäre anderer respektieren

Die Fluggeräte dürfen sich nicht über fremden Wohngrundstücken in der Luft befinden. Dieses Verbot gilt für alle Drohnen, die über eine Kamera verfügen und/oder mehr als 250 Gramm schwer sind. Ausnahmeregelung: der Grundstücksbesitzer stimmt dem Überflug ausdrücklich zu.

7

Drohnen vor dem Start versichern

Für Drohnen besteht eine Versicherungspflicht. Hobby-Piloten müssen ihre Drohne gegen Haftpflichtrisiken versichern. Eine Privat-Haftpflichtversicherung ermöglicht zumeist keinen ausreichenden Deckungsschutz.

Private Drohnen-Nutzer können diesen Versicherungsschutz komfortabel und günstig durch eine Mitgliedschaft im Deutschen Modellflieger Verband (DMFV) sicherstellen. Sie ist automatisch mit einem speziellen Haftpflichtschutz für den privaten Gebrauch von Modellflugzeugen und Flugmodellen, also somit auch Multicoptern, verbunden. Wer kein Vereinsmitglied werden will, kann die Police bei HDI abschließen.

Wer diese Fluggeräte für gewerbliche Zwecke einsetzt, wie zum Beispiel zur Überwachung von Industrieanlagen oder für professionelle Filmaufnahmen, braucht eine spezielle Drohnen-Haftpflichtversicherung.

HDI bietet für jeden Drohnen-Halter den passenden Versicherungsschutz, auch für kurze Zeiträume.
Zum Online Portal für die gewerbliche und private Drohnen-Versicherung.

Stand der Informationen: Oktober 2017