„Seit nahezu zwanzig Jahren führen wir regelmäßig in Betrieben mit signifikant erhöhten Schadenhäufigkeiten bei ihren Nutzfahrzeugen gemeinsam mit den Kunden Standortbesichtigungen durch“, sagt Michael Poppe, Riskmanager Flotten bei HDI-Gerling Sicherheitstechnik. Das Ziel: Durch die Erstellung eines kundenindividuellen Risikokonzepts sollen die Schadenzahlen und die damit verbundenen Kosten nachhaltig gesenkt werden.

Mit dieser Zielsetzung werden im Vorfeld die Schadendaten rechnergestützt erfasst, analysiert und kundenindividuelle Schadenverläufe ermittelt. Die Ergebnisse präsentieren die Riskmanager dem Kunden. Dann folgt eine gemeinsame Besichtigung des Fuhrparks an dem betreffenden Standort, um mögliche Schadenursachen zu identifizieren. Michael Poppe: „Hierfür betrachten wir alle Risiko bestimmenden Aspekte.“ Drei Faktoren stehen dabei im Fokus:

  • Die Organisation des Fuhrparks, bspw. im Hinblick auf Prozesse, Tourenplanungen und Führerscheinkontrollen.
  • Die eingesetzten Fahrzeuge, z. B. mit Blick auf das Alter und ihre jährliche Laufleistung sowie die technische Ausstattung, wobei das Hauptaugenmerk auf Fahrerassistenzsystemen liegt.
  • Die Fahrer. Hierbei geht es insbesondere um ihre Auswahl und Einarbeitung, wie sie unterwiesen und qualifiziert werden sowie um die Abläufe im Schadenfall.

Unter diesen Aspekten fand nun eine Standortbesichtigung bei der Veolia Umweltservice Ost GmbH, im Betrieb Walkenried, statt. Der Entsorgungsdienstleister hatte bei einigen Fahrzeugtypen vermehrt Schadenfälle zu beklagen. Für das Fuhrparkmanagement gehen solche Entwicklungen mit erheblichen finanziellen Belastungen einher – angefangen bei direkten Aufwendungen für Abschlepp- und Reparaturkosten bis hin zu den mittelbaren Folgekosten, bspw. für die interne Schadenbearbeitung sowie durch Arbeitszeit- und Umsatzverluste.

Wichtigste Unfallursache ist das Fehlverhalten der Fahrer

„Die detaillierte Schadenanalyse und die Betriebsbesichtigung waren sehr hilfreich“, sagt Torsten Masser, Betriebsleiter bei der Veolia Umweltservice Ost GmbH und Co. KG. Die Schadenhäufigkeiten und die damit verbundenen Kosten konnten durch eine Reihe von Maßnahmen deutlich gesenkt werden. Dabei stellten die Sensibilisierung von Fahrern zur Schadenproblematik und Schulungsmaßnahmen zum Fahrverhalten einen Schwerpunkt dar. „Über 90 Prozent der Fahrzeugschäden werden durch Fehlverhalten der Fahrer verursacht“, begründet Michael Poppe.

Die Unterstützung von Unternehmen im Rahmen des Risikomanagements ist ein Kernbestandteil des Fachkonzepts „HDI-Gerling FuhrparkService-Professional“. HDI-Gerling stellt diese Leistungen ausschließlich seinen Kunden zur Verfügung. Durch die Kostenersparnisse können die Unternehmen die Wirtschaftlichkeit ihres Fuhrparks steigern. Gleichzeitig erzielt das Unternehmen ein Plus an Sicherheit und wahrt die Fürsorgepflicht für seine Mitarbeiter.

 

Stand der Information: Mai 2015