Lkw-Fahrer haben einen anstrengenden Beruf, der sie vielfach über die persönlichen Leistungsgrenzen hinaus fordert. Zu wenig Bewegung und eine oftmals falsche Ernährung verstärken die Belastung zusätzlich. Mit durchschnittlich 25,1 Fehltagen pro Kopf hatte diese Berufsgruppe im vergangenen Jahr die meisten Fehlzeiten – dicht gefolgt von Arbeitnehmern im Kunststoff- und Holzgewerbe mit 21,9 Fehltagen. Diese Ergebnisse veröffentlichte kürzlich die Techniker Krankenkasse (TK) – eine der größten gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland – im Rahmen ihres Gesundheitsreports 2018.


Psychisch bedingte Fehlzeiten steigen wieder an

Das höchste Fitnesslevel hatten demnach die Beschäftigten in klassischen „Schreibtisch-Berufen". An der Spitze lag die Berufsgruppe "Lehrende und ausbildende Berufe" mit durchschnittlich nur 9,7 Tage Fehltagen, gefolgt von der IT- und Kommunikationsbranche mit knapp zehn Tagen pro Kopf. Die Verfasser des Gesundheitsreports heben hervor, dass die psychisch bedingten Fehlzeiten wieder leicht gestiegen sind – nach einem Rückgang in den letzten beiden Jahren. Damit setzt sich ein anhaltender Trend fort: Seit 2006 haben sich die mit psychischen Leiden begründeten Fehlzeiten fast verdoppelt.

„Globalisierung, Effizienzsteigerungen und Digitalisierung gehen nicht spurlos an den Arbeitnehmern vorbei. Hier sind die Arbeitgeber gefragt, individuell zu ermitteln, wie sie ihre Mitarbeiter stärken und positiv an das Unternehmen binden können", betonte der TK-Experte Albrecht Wehner mit Blick auf den Wiederanstieg psychisch bedingter Fehlzeiten.

Zum TK-Gesundheitsreport 2018 (PDF, 2,36 MB)

 

Stand der Informationen: Juni 2018