„Reifen müssen eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern aufweisen. Sonst können sich Kraftfahrer weder auf die Bodenhaftung noch auf die Lenk-, Fahr- und Bremseigenschaften der Pneus verlassen", sagt Matthias Rumpf. Den Kraftfahrtexperten bei HDI Risk Consulting (HRC) erreichten Nachfragen von Kunden zur richtigen Tiefe von Reifenprofilen. „Weniger Profil führt immer zu deutlich längeren Bremswegen", warnt der HDI Experte und verweist auf entsprechende Fahrtests. Der Gesetzgeber schreibt nur eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vor.


Zu niedriger Reifendruck verursacht Schäden

Besonders Berufskraftfahrern empfiehlt Rumpf, die Reifen regelmäßig auf Risse und Schäden zu überprüfen sowie den Luftdruck zu kontrollieren. Denn im Nutzfahrzeugbereich gehören Systeme zur Überwachung des Reifendrucks noch nicht bei allen Herstellern zur Serienausstattung. Es gilt die Regel: Die Reifen werden beschädigt, wenn der Reifendruck den in der Betriebsanleitung angegebenen Sollwert um 0,4 bar oder mehr unterschreitet. Zudem müssen sich Fuhrparkverantwortliche und Kraftfahrer darauf einstellen, dass der Kraftstoffverbrauch um bis zu zehn Prozent steigt.


Reifen nach spätestens sechs Jahren austauschen

Wie lange können Reifen eingesetzt werden? Eine pauschale Antwort gibt es nicht. So wirkt sich beispielsweise eine vorausschauende Fahrweise auch hier positiv aus. „Grundsätzlich ist es aber ratsam, die Reifen nach spätestens sechs Jahren gegen neue auszutauschen", sagt der HRC Kraftfahrtexperte. Gewöhnlich ist das Material dann so stark gealtert, dass es nicht mehr in vollem Umfang einsatzfähig ist.

Weitere Informationen zum Einsatz und Kauf von Reifen lesen Sie in unserer Fachinformation.

Die Kraftfahrt-Fachinformation „Reifen regelmäßig prüfen" zum Download (PDF, 243 KB)


Stand der Informationen: Juni 2018