Bei einer Außenkälte von minus zehn Grad Celsius erwärmt sich das Motoröl nach vier Minuten Warmlauf nur auf eine Temperatur von minus sieben Grad Celsius. Aus den Luftöffnungen der Heizung im Fahrzeuginnenraum dringt nur ein laues Lüftchen von rund 13 Grad Celsius. Die vom ADAC veröffentlichten Testergebnisse zeigen: Autofahrer erzielen nicht die gewünschten Effekte, wenn sie den kalten Motor ihres Autos im Stand warmlaufen lassen.


Motorverschleiß und Kraftstoffverbrauch nehmen zu

Schon um leichte Temperaturanstiege zu erzielen, wird etwa 0,1 Liter Benzin verbrannt. Solange der Motor aber nicht warm ist, verschlechtert der unverbrannte Kraftstoff die Ölschmierung und erhöht so den Zylinder-, Kolben- und Motorverschleiß, heißt es vonseiten des Automobilclubs. Solche Warmläufe erhöhen damit den Kraftstoffverbrauch und den Verschleiß. Hinzu kommt: Es ist laut Verkehrsrecht nicht erlaubt.


Autofahrer dürfen Motor nicht unnötig laufen lassen

Im Paragraf 30, Absatz 1, der Straßenverkehrsordnung (StVO) heißt es: „Bei der Benutzung von Fahrzeugen sind unnötiger Lärm und vermeidbare Abgasbelästigungen verboten. Es ist insbesondere verboten, Fahrzeugmotoren unnötig laufen zu lassen und Fahrzeugtüren übermäßig laut zu schließen….“ Wer dagegen verstößt, muss mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von zehn Euro rechnen.

Die bessere Alternative: Eine Standheizung einbauen lassen, die per Zeitschaltuhr, Fernbedienung oder Smartphone-App gestartet wird. Das schont Motor und Umwelt, die Nerven der Nachbarn sowie den eigenen Geldbeutel.


Stand der Informationen: Januar 2019