Fabian v. Löbbecke, Vorstandsvorsitzender HDI Pensionsmanagement AG

Das Sozialpartnermodell kommt gut an. Diese neue Form der betrieblichen Altersversorgung (bAV) ist mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz entstanden und wird in Tarifverträgen verankert. Knapp drei Viertel der Arbeitgeber finden das Modell positiv. Dies ergab eine Umfrage von Talanx unter 107 Teilnehmern des „Deutschen Arbeitgebertags“ im November 2018 in Berlin.


Viele Mitarbeiter betrachten Garantieverzicht skeptisch

Wesentlich differenzierter fällt die Meinung zum Garantieverbot aus, das der Gesetzgeber für das Sozialpartnermodell ausgesprochen hat. Es sei gut für die Unternehmen, „weil dadurch Haftungsrisiken ausgeschlossen sind“, sagen rund die Hälfte der Befragten. Aber: Aus Sicht der Mitarbeiter findet nur jeder Fünfte den Verzicht auf Garantien vorteilhaft, obwohl „er die Chance auf höhere Renten bietet“.


Positive Renditen sind auch in Minusjahren möglich

Je mehr Garantie, desto besser für Arbeitnehmer? Nein, diese Logik gilt nicht mehr. Sparer müssen heute etwas wagen, damit sie später so viel Rente bekommen, dass sie ihren gewohnten Lebensstandard beibehalten können. Das ist weniger riskant als es vielleicht klingt. Beispiel „Die Deutsche Betriebsrente“: Innovative Glättungsmechanismen federn Ausschläge am Kapitalmarkt ab und tragen dazu bei, dass auch in Jahren mit negativer Wertentwicklung häufig trotzdem eine positive Rendite für den einzelnen Arbeitnehmer ausgewiesen werden kann.

Über die gesamte Laufzeit bietet der Verzicht auf Garantien die Chance auf deutlich mehr Rente als Lösungen der klassischen bAV. Diese Chance sollten Sozialpartner den Arbeitnehmern gönnen, die sie vertreten. Sie haben es verdient.


Hintergrund

Gemeinsam für mehr Rente

Das ist die Grundidee des Sozialpartnermodells: Eine Rente in Form der Beitragszusage, die Arbeitgeber aus der Haftung entlässt und Arbeitnehmern durch den Verzicht auf Garantiekosten die Chance auf deutlich mehr Leistung bietet. Die Sozialpartner, also Arbeitgeber oder Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, verankern das Modell im Tarifvertrag. Anschließend können alle tarifgebundenen Unternehmen die Vorsorgelösung implementieren und ihren Mitarbeitern anbieten. Als Umsetzungspartner können die Sozialpartner einen Versicherer auswählen – oder ein Konsortium aus mehreren Versicherern. Das verspricht niedrigere Kosten, höhere Effizienz und langfristige Sicherheit. Talanx und Zurich haben ein solches Konsortium unter dem Namen „Die Deutsche Betriebsrente“ an den Start gebracht.

Mehr Informationen unter www.diedeutschebetriebsrente.de


Stand der Informationen: Januar 2019