Das Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz (BKrFQG) regelt die Umsetzung der Grundqualifikation und Weiterbildung von Berufskraftfahrern analog der entsprechenden europäischen Richtlinie 2003/59/EG. Präzisiert werden die Regelungen vor allem mit Blick auf die Ausbildungsverfahren durch die Berufskraftfahrer-Qualifikations-Verordnung (BKrFQV). Ende vergangenen Jahres sind verschiedene Neuerungen in Kraft getreten:

  • Alle (Zeit-)Stunden werden generell als Unterrichtseinheiten bezeichnet, auch die Fahrstunden der beschleunigten Grundqualifikation.
  • Der Unterricht muss der zuständigen Behörde bis spätestens fünf Werktage vor Durchführungsbeginn gemeldet werden.
  • Direkt nach dem Abschluss der beschleunigten Grundqualifikation bzw. Weiterbildung müssen die Bescheinigungen an die Teilnehmer übergeben werden.
  • Die Bescheinigungen für die Weiterbildung sind von den Ausbildern und den verantwortlichen Vertretern der Ausbildungsstätte zu unterschreiben.
  • Es dürfen maximal 25 Personen am Unterricht teilnehmen (Ausnahmen sind möglich).
  • Berufskraftfahrer, die keine Fahrlehrer sind, müssen sich alle vier Jahre verpflichtend fortbilden.

Neue Bescheinigungen verwenden

  • Ausbilder müssen die Fortbildungsbescheinigung für acht Jahre aufheben und danach vernichten.
  • Die Bescheinigungen für die beschleunigte Grundqualifikation bzw. Weiterbildung sind neugestaltet worden. Im ersten Quartal 2017 werden die „alten“ Bescheinigungen aber noch von den Industrie- und Handelskammern anerkannt.
  • Die Bescheinigungen der Weiterbildung müssen zukünftig mit einer Durchstreichlösung versehen sein, d. h. alle Themengebiete, die nicht geschult worden sind, müssen gestrichen werden.
  • Die Weiterbildungen müssen entweder an fünf aufeinanderfolgenden Tagen oder an fünf einzelnen Tagen stattfinden und dokumentiert werden.
  • Die Ausbildungsstätten können ohne vorherige Ankündigung überwacht werden.

Stand der Informationen: Januar 2017