Rund um den Globus sorgen politische Krisen oder kriegerische Auseinandersetzungen für instabile wirtschaftliche und gesellschaftliche Verhältnisse in den betroffenen Regionen. Der Syrien-Konflikt, die anhaltenden Kämpfe in Afghanistan und im Irak sowie die Kampfhandlungen im Norden Afrikas sind nur einige aktuelle Beispiele. International agierenden Unternehmen gelingt es zwar vielfach, solche Konfliktherde zu umgehen. Doch selbst in Gebieten, die bislang als sicher galten, kann sich die Lage innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen gefährlich zuspitzen. Der jüngste Putschversuch in der Türkei hat dies auf dramatische Weise einmal mehr gezeigt.


Sicherheitslage im Ausland kann schnell kippen

Angesichts globalisierter Wirtschaftsabläufe bewegen sich die Unternehmen daher immer häufiger in einem Spannungsfeld: Auf der einen Seite werden Mitarbeiter entsandt, um z. B. neue Märkte zu erschließen, auf der anderen Seite sind die Betriebe gefordert, im Rahmen ihrer Fürsorgepflichten auch im Ausland für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter zu sorgen. „An eine umfassende Gesundheitsvorsorge wird dabei in der Regel gedacht“, schildert Eva Güß, Expertin für Evakuierungsschutz und Krisenberatung bei der Nassau Assekuranzkontor und betont: „Unterschätzt werden jedoch häufig das Risiko kurzfristiger, gefährlicher Änderungen der Sicherheitslage im Ausland und die hieraus resultierende Notwendigkeit einer entsprechenden Vorsorge.“ In Krisenlagen können sich die gewohnten Infrastrukturen schnell auflösen, etwa indem Flughäfen und Bahnhöfe geschlossen und Ausgangssperren verhängt werden.


Rückführung von Mitarbeitern und deren Familien

Unternehmen können mit der HDI Evakuierungsschutz-Versicherung die Sicherheit ihrer Mitarbeiter im Ausland deutlich erhöhen. So wird bei Vorliegen einer Ausreiseempfehlung des Auswärtigen Amtes gewährleistet, dass die betroffenen Mitarbeiter und deren Familien zurückgeführt werden können. Beispielsweise mussten in einem jüngeren Fall gepanzerte Fahrzeuge und eine Fähre für eine sichere Rückführung von Mitarbeitern angemietet werden. Allein letzteres verursachte Kosten in sechsstelliger Höhe. Damit sorgt der Versicherungsschutz auch für eine Abdeckung der betrieblichen finanziellen Risiken. Dies gilt im Übrigen ebenso, wenn staatliche Stellen eines Landes einen Mitarbeiter zur „persona non grata“ erklären oder Vermögenswerte konfiszieren.


Rund um die Uhr Zugang zu einer Krisenberater-Hotline

Im Versicherungsfall stellt der Evakuierungsschutz sicher, dass ein Krisenmanagement am Hauptsitz des betroffenen Unternehmens installiert und eine interne Arbeitsgruppe eingerichtet wird. Dies ist häufig unerlässlich, um eine solide Informationslage zu erreichen und die notwendigen Maßnahmen zu koordinieren und umzusetzen. „Wir arbeiten mit drei namhaften, unabhängigen Krisenberatern zusammen, die über internationale Netzwerke verfügen“, sagt Eva Güß. Gleichzeitig erhält der Versicherungsnehmer nach Vertragsabschluss Zugang zu einer Krisenberater-Hotline, die in Krisensituationen ständig aktiv geschaltet ist. Gegebenenfalls wird ein Berater vor Ort zur Koordination der nötigen Maßnahmen eingesetzt.

 


Weitreichender Deckungsschutz im Krisenfall

Neben den Kosten der Krisenberatung beinhaltet die HDI Evakuierungsschutz-Versicherung u. a. einen:

  • Ersatz der Reise- und Unterkunftskosten für die betroffenen Mitarbeiter und ihre Familien während der Evakuierung
  • Kostenersatz für persönliche Gegenstände, die vor Ort zurückgelassen werden mussten oder abhanden gekommen sind
  • Honorare für eine notwendige psychologische Behandlung für die Zeit von max. 120 Tagen nach erfolgter Evakuierung
  • Ersatz des Bruttogehalts bis zu 120 Tage nach erfolgter Evakuierung

Die Versicherungssumme beträgt 250.000 Euro pro Versicherungsfall, vierfach maximiert pro Versicherungsjahr. Die Krisenberaterkosten sind neben der Versicherungssumme in Höhe der Jahresmaximierung als separates Limit abgedeckt. Die Mindestprämie liegt bei 1.200 Euro net/net. Der Evakuierungsschutz ist in die HDI Produktreihe Comprehensive Crime Cover (HTripleC) eingebettet. Damit haben Makler zusätzlich Zugriff auf verschiedene Spezialrisikoversicherungen, die international tätigen Unternehmen Versicherungsschutz bei weiteren Bedrohungssituationen, wie z. B. dem spurlosen Verschwinden von Mitarbeitern, eröffnen.


Stand der Informationen: Dezember 2016