Autofahrer kennen sie: die Internationale Versicherungskarte (IVK) – auch grüne Karte genannt. Bei Fahrten ins Ausland sollte sie immer im Handschuhfach liegen. Mit ihr lässt sich schnell nachweisen, dass das Fahrzeug über eine verpflichtende Kfz-Haftpflichtversicherung verfügt. Das kann bei Grenzkontrollen wichtig sein. Hilfreich ist sie bei der Schadenregulierung nach einem Unfall.


Für die Umstellung bleibt ein halbes Jahr Zeit

Am 1. Juli 2020 fällt der Startschuss für den Farbwechsel bei den Versicherungskarten, die Versicherungsgesellschaften in Deutschland ausgegeben: Sie werden in einer halbjährlichen Übergangszeit sukzessive auf weißes Papier umgestellt. Alle bereits ausgegebenen grün-weißen IVK mit einem Gültigkeitsdatum vor dem 1. Januar 2021 behalten uneingeschränkt ihre Gültigkeit bis zum jeweiligen Ablaufdatum und müssen nicht zum 1. Januar 2021 ersetzt werden. Erst ab Jahresbeginn 2021 gelten ausschließlich die auf weißem Papier gedruckten Versicherungskarten.


Nachweis ist nur in Papierform gültig

Wer die neue Versicherungskarte im pdf-Format erhält, sollte das Dokument am besten gleich ausdrucken. Denn der Gesetzgeber schreibt die Papierform vor. Deshalb reicht es auch in Zukunft nicht aus, das Dokument digital vorzuzeigen, um den Kfz-Versicherungsschutz nachzuweisen.


Die Versicherungskarte sollte im Ausland mitgeführt werden

Zum Hintergrund: Die Versicherungskarte muss nicht nur in Deutschland, sondern in allen europäischen Ländern verpflichtend als Nachweis des Kfz-Versicherungsschutzes vorgelegt werden können. In allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie in Island, Norwegen, Liechtenstein, Andorra und der Schweiz gilt zwar das Kfz-Kennzeichen als Versicherungsnachweis. Vor Ort wird die Versicherungskarte jedoch bei Unfällen und Polizeikontrollen oft verlangt. Unverzichtbar ist der Nachweis auch in vielen osteuropäischen Ländern und zum Beispiel der Türkei, mit denen kein Kennzeichenabkommen besteht.

Stand der Informationen: August 2020